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| Eine Krankheit kommt selten allein |
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| Gemeinsache Ursachen und Abhängigkeiten |
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Schmerzen & Depressionen
Schmerzen schlagen aufs Gemüt, vor allem wenn sie chronisch sind und dadurch dem
Betroffenen die Hoffnung auf eine Besserung seines Zustandes rauben. Umgekehrt
verstärken Depressionen das Schmerzempfinden. Auffällig häufig verdrängen
Rückenpatienten die Beschwerden.
Hieraus entwickeln sich nervöser Dauerstress und Muskelverspannungen, die bekanntermaßen Schmerzen verstärken. Die Depression wird meistens erst dann in Betracht gezogen, wenn die Schmerzbehandlung erfolglos bleibt. |
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Stress & Immunsystem
Das Herz pocht, der Atem geht schneller, der Blutdruck steigt, die Verdauung hat Pause, dafür sind die Muskeln gut durchblutet und voller Spannkraft. Der Körper bereitet sich auf Kampf und Flucht vor. Als Reaktion auf einen Stressor werden körperliche Prozesse in Gang gesetzt, die dem Individuum helfen sollen, mit dem Stress fertig zu werden. Doch diese Ventilfunktion bleibt zumeist aus. Stresshormone verbleiben im Körper und das Immunsystem wird dadurch extrem belastet. |
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Asthma & Heuschnupfen
Bei Heuschnupfen handelt es sich um eine Allergie mit großen potenziellen Auswirkungen auf die Atemwege. Rund ein Drittel aller Betroffenen haben gleichzeitig Asthma. Umgekehrt haben zwei Drittel der Asthma-Patienten zugleich Heuschnupfen. Das Bindeglied zwischen den beiden Erkrankungen sind die Entzündungen der Atemwegsschleimhäute. Diese beschränken sich beim ,,reinen“ Heuschnupfen auf Nasen und Rachen, während sie beim Asthma weiter unten in den Bronchien sitzen und dort für Verkrampfungen sorgen. |
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Arthritis & Schuppenflechte
Ein Drittel der Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) bekommt Arthritis. Bei nicht wenigen von ihnen stehen die schmerzhaften Gelenkentzündungen sogar im Vordergrund, während die Hauterscheinungen unauffällig bleiben. Der Grund für das
Hand-in-Hand-Gehen beider Erkrankungen:
Als chronische Entzündungen neigen sie generell dazu, sich im Körper auszubreiten. Hinzu kommt, dass ihnen einähnlicher Mechanismus zugrunde liegt, nämlich
eine Autoimmunreaktion. |
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Lymphsystem & Infektionskrankheiten
Obwohl der Mensch ungefähr dreimal mehr Lymphe als Blut hat, wird der Zusammenhang zu anderen Krankheiten oft nicht erkannt. Die Lymphe hat mannigfache Aufgaben. Sie ist für die Aufnahme, den Transport und die dosierte Bereitstellung von Nahrungsfetten und fettlöslichen Substanzen verantwortlich. Die Lymphe ist der Hauptweg zur Klärung der Körpersäfte und der Mobilisationsort der Abwehr. Infektionskrankheiten stehen hierbei immer im Zusammenhang zur Aktivität des Lymphsystems und damit der Qualität des Immunsystems. |
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Diabetes & Bluthochdruck
Ein Diabetiker stirbt nicht an seiner Stoffwechselerkrankung,
sondern an Herzinfarkt,
Schlaganfall oder Nierenversagen. Was
auch daran liegt, dass er in drei von vier
Fällen gleichzeitig unter Bluthochdruck
leidet, weil er neben erhöhten Zuckerauch
meistens erhöhte Cholesterinwerte
hat. Die begünstigen das Verhärten der
Blutgefäßwände. Eine verhängnisvolle
Kombination. |
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Grippe & Lungenentzündungen
Jährlich erkranken in Deutschland etwa
800 000 Menschen an Lungenentzündung.
Hauptauslöser der Erkrankung sind Bakterien
aus der Gruppe der Pneumokokken,
und die dringen besonders leicht in
tiefere Lungenbereiche vor, wenn ihnen
Grippeviren den Weg dorthin gebahnt
und das Immunsystem geschwächt haben. Bei einem Drittel aller Schweinegrippe-Toten entdeckte man eine Pneumokokken-
Infektion. Die kann zudem nicht
nur die Lungen, sondern auch Hirnhaut,
Nasennebenhöhlen und Ohren befallen. |
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Rheuma & Herzerkrankungen
Der Zusammenhang zwischen Rheuma und
Herzleiden ist eindeutig. Die dauerhaften
und schweren Entzündungen am Bewegungsapparat
springen früher oder später
auf andere Organe, auch auf die
Blutgefäße, die sich verhärten und an
Elastizität verlieren. Ganz zu schweigen
davon, dass Knochen- und Gelenkschmerzen den Betroffenen körperliche
Aktionen verleiden und dadurch klassische Risikofaktoren für Herzinfarkte fordern. Patienten
mit Gelenkrheuma haben ein doppelt so hohes Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. |
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Arteriosklerose & Bluthochdruck
Es gibt kaum Erkrankungen, die ähnlich zwangsläufig
Hand in Hand arbeiten wie diese beiden.
Am Anfang steht meistens ein dauerhafter
Bluthochdruck (Hypertonie), der
im Blutkreislauf von innen einen hohen
Druck gegen das Gewebe aufbaut. In
der Folge entstehen Verletzungen an
den Gefäßwänden, die sich daraufhin,
zwecks Wundversorgung und Schutz vor
weiteren Schaden, mit Bindegewebe und
kalkhaltigem Material verstärken. Doch sie verlieren
dadurch auch an Elastizität. Auf diese Weise
steigt der Blutdruck abermals empor, was wiederum verhärtende
Gegenreaktionen an den Gefäßwänden anregt.
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