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| Studie - Seekrankheit |
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Möglichkeiten einer nichtmedikamentösen
Behandlungs- methode
Über die Wirkung von mechanischen Schwingungen
zur Bekämpfung der Seekrankheit
Durchführung der Studie:
biomed GbR
Labor für biomechanische Diagnosen
Problemhinführung
Unter Seekrankheit (Kinetose) versteht man alle
Reaktionen des Menschen auf an sich ungewohnte Bewegungen
und Beschleunigungen vor allem auf Schiffen. Die See-
oder Reisekrankheit kann jeden treffen, in ca. 90% der
Fälle verschwinden die Symptome nach zwei bis drei
Tagen. Oft helfen einfache Tipps, um der Kinetose vorzubeugen.
Der Einsatz von Medikamenten, vor allem zur Vorbeugung,
ist unter Experten umstritten – nicht zuletzt
wegen der teilweise erheblichen Nebenwirkungen.
Seekrankheit wurde wegen der vielen tausend Opfer in
der Marine differenziert untersucht. Der genaue Wirkmechanismus
ist bis heute nicht bekannt.
Es hat aber etwas zu tun mit widersprüchlichen
Informationen von Auge und Gleichgewichtsorgan an das
Gehirn und deren Auswertung, sowie einer erhöhten
Sensibilität des Gleichgewichtsorgans (Asiaten
sind statistisch häufiger betroffen) und ungünstigen
Rahmenbedingungen wie Angst und Mageninhalt, Alkoholgenuss,
während der Fahrt, aber auch schon am Vorabend,
Rauchen, Schlafmangel, Stress durch Konflikte an Bord
oder durch körperliche Beschwerden (Hitze, Kälte,
Grippe, Menstruation).
Zur Untersuchung der physiologischen Vorgänge im
Rahmen der Seekrankheit, gibt es beispielsweise am Hershey
Medical Center in Pennsylvania Simulatoren zur Auslösung
von Seekrankheit. Nach Ergründung der Anpassungsreaktionen
bei der Entstehung und während des Ablaufs der
Seekrankheit, ist die Forschergruppe mit den Mitteln
fernöstlicher Akupunktur- bzw. Akupressurmethoden
bestrebt, die unangenehmen Symptome der Seekrankheit
zu lindern. |
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Forschungsansätze
Neben den umfangreichen Ansätzen der Pharmaindustrie,
den Markt der Reisekrankheit mit Produkten zu belegen,
kommen doch immer mehr Stimmen auf, die See- oder Reisekrankheit
nicht durch Medikamente, sondern durch eine gezielte
Vorbereitungstherapie bzw. Verhaltensempfehlungen zu
mildern, wenn nicht gar zu vermeiden. Hierzu zählen
auch Methoden zur gezielten Irritation* von körperlichen
Sensoren. Schmerz-, Druck- und Lagesensoren lassen sich
nach einer Kurzzeitirritation* desensibilisieren*.
Als eine wirkungsvolle Methode hat sich die medizinische
Schwingungsapplikation* erwiesen. Die hochfrequenten
Schwingungen können sowohl in stehender (Human
Mobility) als auch in liegender Form (hhp Andullations-Massage*)
für die Dauer von wenigen Minuten auf den menschlichen
Körper abgegeben werden.
Bei Frequenzen von über 25 Hertz werden die körpereigenen
Sensoren mit einer immensen Reizdichte überladen
(overload), sodass selbst eine unmittelbare Schmerzresistenz
einsetzt. Experimente mit freiwilligen männlichen
Erwachsenen zeigten die Wirksamkeit einer vorherigen
Massagebehandlung auf die Resistenz gegen die auslösenden
Mechanismen der Seekrankheit. |
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Die Seekrankheit
oder Reisekrankheit kann jeden treffen. |
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Methodik
86 freiwillige und gesunde Studenten nahmen als Probanden
an dieser Studie teil. Sie wurden in 3 Subgruppen unterteilt.
Gruppe 1 diente als Kontrollgruppe und bekam keine Anwendungen
zur Desensibilisierung*. Gruppe 2 wurde über eine
Gesamtdauer von 10 Tagen, mit täglich 15-minütigen
Anwendungen im Stehen, mit einem Gerät der Firma
Human Mobility desensibilisiert*. Gruppe 3 bekam die
täglichen Anwendungen zur Desensibilisierung* mit
Hilfe der Massageliege der Firma hhp in liegender Position.
Zu Beginn und am Ende des 10 Tage andauernden Versuchs
besuchten alle Teilnehmer der drei unterschiedlichen
Gruppen einen Simulatorraum / Trommel (in Anlehnung
der Untersuchungen des Hershey Medical Center, Pennsylvania)
um die Symptome bei der Seekrankheit auszulösen.
Direkt nach Auslösung der Symptome der Seekrankheit
durch den Simulator wurden die physiologischen Parameter
gemessen, als auch ein Befindlichkeitsbogen ausgefüllt.
Der direkte interferenzstatistische* Vergleich der drei
Subgruppen erfolgte mit Hilfe der Varianzanalyse und
basierte auf den Differenzwerten die sich aus den Berechnungen
des Vorher-/Nachher-Vergleiches errechneten.
Die physiologischen Parameter wie Herzfrequenz, Blutdruck,
Koordinationsvermögen und Hauttemperatur wurden
von einer MTA kontrolliert und von einem Arzt überwacht.
Der Befindlichkeitsfragebogen erfasste die subjektiven
Reaktionen der Probanden bezüglich Müdigkeit,
Schwäche, Übelkeit, Schwindel und Brechreiz
auf Intervallskalenniveau, mit Hilfe einer visuellen
Analogskala. Die Resultate des Re-Tests nach Abschluss
der 10 Tage dauernden Desensibilisierungsphase*, wurden
in Unkenntnis der Werte des ersten Tests eingetragen.
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Das Studienobjekt:
Die hhp Massageliege |
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Ergebnisdarstellung
Physiologische Parameter
Während die Kontrollgruppe ohne Desensibilisierung*
auch in der zweiten Untersuchung nahezu gleich bleibende
Werte bei den Symptomen nach Auslösung der Seekrankheit
aufzeigte, sind bei beiden Gruppen mit Desensibilisierung*
durch die Methode der medizinischen Andullations-Massage*
die physiologischen Parameter positiv und signifikant
verändert.
Der starke Anstieg der Herzfrequenzen und des Blutdruckes
bei Auslösung der Seekrankheit, konnte deutlich
gemildert werden. Dies zeigt sich im Rückgang der
mittleren Herzfrequenzen in den Gruppen 2 und 3 von
19,3 bzw. 18,7 Schlägen pro Minute (Abb. 1). Gleiches
gilt für den Blutdruckanstieg (Abb.2), der durch
die Desensibilisierung* bei Gruppe 2 mit -42,7 und bei
Gruppe 3 mit -39,8 deutlich geringer ausfiel.
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Abb.1: Darstellung der Veränderungen in der mittleren
Herzfrequenz nach einer 10 Tage andauernden Desensibilisierungsphase*
mit Hilfe der Methode der medizinischen Schwingungsmassage.
Abb.2: Darstellung der Veränderungen in den mittleren
Blutdruckwerten nach einer 10 Tage andauernden Desensibilisierungsphase*
mit Hilfe der Methode der medizinischen Andullations-Massage.*
Während die Kontrollgruppe im Koordinationsvermögen
keinen Unterschied erkennen lässt, zeigen beide
Treatmentgruppen signifikante Verbesserungen der Testleistung.
Die Desensibilisierungsphase* mit medizinischen Anwendungen
im Liegen und Stehen führen zu einer deutlichen
Resistenz gegen das Symptom des geschwächten Koordinationsvermögens
bei Seekrankheit.
Abb.3: Darstellung der Veränderungen der erreichten
Werte beim Koordinationstest nach einer 10 Tage andauernden
Desensibilisierungsphase* mit Hilfe der Methode der
medizinischen Andullations-Massage.
Weniger deutlich traten die Resultate der subjektiven
Befindlichkeit wie Müdigkeit, Schwäche, Übelkeit,
Schwindel, Brechreiz in Erscheinung. Hierbei konnten
nur geringfügige Veränderungen, unterhalb
der Signifikanzschwelle* registriert werden. |
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Zusammenfassung
Die bisherigen Ergebnisse der Desensibilisierung* der
Seekrankheit mit Schwingungsmassagen sind bezüglich
der physiologischen Parameter recht zuversichtlich,
wobei eine Dominanz der beiden konkurrierenden Methoden
derzeit nicht zu erkennen ist. Es scheinen offensichtlich
stehende als auch liegende Schwingungen hilfreich bei
der Bekämpfung der Seekrankheit zu sein. Wichtig
für die Desensibilisierung* ist noch eine zeitnahe
Anwendung dieser Behandlungsmethoden kurz vor Reiseantritt.
Sind Symptome der Seekrankheit vorhanden (siehe Kontrollgruppe)
zeigt die liegende Schwingungsmassage im Vergleich zu
der Stehenden einen größeren Anwendernutzen.
In einer Anschlussstudie zeigen die Mitglieder der Kontrollgruppe
einen signifikant* stärkeren Rückgang der
Beschwerdebilder in kürzerer Zeit, wenn sie von
der hhp Massageliege andulliert werden. Dies spricht
für eine direkte Anwendung der Massageliege bei
auftretender Seekrankheit.
Abb. 4: Rückgang des Symptoms der Übelkeit
aufgrund unterschiedlicher Anwendungen.
Auch im Sinne einer Heimanwendung oder gar Anwendung
an Bord erscheint die faltbare hhp Massageliege vorteilhafter
als das schwerere Human-Mobility-Gerät, welches
aufgrund der Ausmaße an Bord nur sehr schwer verstaut
werden kann. Jedoch sind weitere umfangreiche Studien
notwendig, um dem Phänomen der Seekrankheit und
deren Bekämpfung auf den Grund zu gehen. |
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* Andullation / andullierend / Andullations-Massage: Unter Andullation wird ein spezifisches Massage-Therapie-Verfahren zur Erzeugung von biologischen Resonanzschwingungen verstanden, wobei diese Resonanzschwingungen mittels eines breiten und wechselnden Frequenzfensters im Sinne einer modulierten Frequenzänderung spezifisch auf das Krankheits- oder Beschwerdebild eingestellt werden können.
* Irritation
(Irreführung eines Sensors)
* Desensibilisierung (Verfahren zur Verringerung von Gefühlsreaktionen)
* Schwingungsapplikation (Einsatz der Therapiemethode
mit Schwingungen)
* interferenzstatistisch (Prüfverfahren in der Statistik)
* Signifikanzschwelle (Grenzwert für die Anerkennung
einer Aussage)
* signifikant (deutlich, wesentlich)
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