Jetzt ein persönliches Angebot & ausführliches Informationsmaterial anfordern
Anwendungsgebiete Anwendungsgebiete
 
Krampfadern (Varikosis)
Der medizinische Begriff Varizen hat seinen Ursprung im Lateinischen. Dabei hat man den Begriff vom Wort Varis abgeleitet. Dies bedeutet Knoten. Krampfadern haben somit nichts mit Krämpfen zu tun. Es sind vielmehr knotig ausgebuchtete, oft geschlängelte und oberflächlich direkt unter der Haut liegende Venen, in denen der Blutabfluss von den Füssen zum Herzen verlangsamt wird.

Hauptaufgabe der Venen ist nämlich der Bluttransport von den Füssen ins Herz, also gegen die Schwerkraft. Dabei spielt die Wadenmuskulatur eine große Rolle. Bei jeder Bewegung pressen Muskeln und Venenwände das Blut in Richtung Herz. In den Venen verhindern die Venenklappen den Rückfluss des Blutes in die Vene. Staut sich nun nach langem Stehen das Blut in den Beinen können die Venen überdehnen und ausbuchten.

Mit der Zeit baut sich die Venenwand infolge der Belastungen um. Sie verliert ihre Elastizität. Ebenso können die Venenklappen den Rückstau des Blutes nicht mehr ausreichend verhindern, was den Blutstau weiter verschlimmert. Es kommt somit zu einer Umkehr der Strömungsrichtung des Blutes. Durch das angestaute Blut werden die Venen immer dicker. Es bilden sich Krampfadern.


Krampfadern eine Volkskrankheit
Normalerweise können sich an jeder Vene des menschlichen Körpers Krampfadern bilden. Meist sind jedoch nur die oberflächlichen Beinvenen betroffen. Etwa 90 % aller Deutschen leiden unter Veränderungen an den Venen, dabei sind Frauen dreimal häufiger betroffen als Männer. Die meisten von ihnen leiden unter sog. Besenreisern. Dies ist eine abgeschwächtere Form der Krampfadern.

Besenreiser sind kleinste erweiterte Venen dicht unter der Haut, die mit Blut gefüllt sind und daher durch die Haut als hellrote Gefäßbäumchen, dunkelblaue Äderchen oder rötliche Flecken sichtbar werden. Mit zunehmendem Alter häufen sich jedoch die Venenveränderungen und auch der Schweregrad nimmt zu. An den Beinen treten dicke, geschlängelte Venen hervor und die Beine neigen zu Schwellungen, Schmerzen und Krämpfen.
Krampfadern (Varikosis)
Krampfadern (Varikosis)
 
Vor allem langes Stehen kann bei der Neigung zu Krampfadern sehr unangenehm werden. Krampfadern sind harmlos und bedürfen in der Regel keiner ärztlichen Behandlung. Sie können jedoch zu chronischen Entzündungen führen und auch an der Entstehung von Geschwüren beteiligt sein.



Die Medizin kennt verschiedene Formen von Krampfadern.

Besenreiser
Besenreiser betreffen sehr kleine Hautgefäße. Sie zeigen meist eine blau-rötlich verästelte Anordnung. Sind in der Regel ungefährlich. Betroffene klagen meist über optische Probleme.

Seitenastvarikose
Sie betreffen die Seitenäste der beiden Stammvenen der Beine. Treten hauptsächlich im Innenseitenbereich von Ober- und Unterschenkel auf. Es bilden sich Wasseransammlungen (Ödeme). Dadurch kommt es zu sichtbaren Schwellungen. Bei starker Ausprägung müssen sie behandelt werden.

Stammvarikose
Sind Erweiterungen der beiden Hauptbeinvenen. Eine der beiden Hauptbeinvenen, die Vena saphena magna (große Beinvene), verläuft von der Fußinnenseite über die Innenseite des Unter- und Oberschenkels und mündet im Bereich des Leiste in die tiefen Venen ein.Die andere Hauptbeinvene, die Vena saphena parva, verläuft von der Fußaußenseite über den hinteren Unterschenkel.

Bei einer Stammvarikose kann eine Störung der letzten Venenklappe vor der Einmündung der oberflächlichen Venen in das tiefe Venensystem vorliegen. Stammvarizen finden sich an der Innenseite der Ober- und Unterschenkel, teilweise auch auf dem Schienbein oder der Wadenrückseite. Die geschlängelten Krampfadern sind oft fingerdick und verlaufen bis zur Leiste hinauf.

Perforansvarikose
Es sind direkte Verbindungsvenen zwischen dem oberflächlichen und dem tiefen Venensystem betroffen. Normalerweise fließt in ihnen das Blut Richtung den tiefen Venen und durch Venenklappen reguliert. Bei der Perforansvarikose schließt die Klappe nicht mehr richtig und es kommt zu einem umgekehrten Blutfluss. Folglich steigt der Venendruck.



Für Krampfadern gibt es mehrere Ursachen, die meistens zusammenwirken.

Je nach Ursache unterscheidet man zwischen

Primäre Varikose
Bei primären Kampfadern spricht man auch von anlagebedingten Krampfadern. Dabei ist der Blutfluss nur im sichtbaren oberflächlichen Venensystem gestört. Es ist die häufiger vorkommende und harmlosere Form von Krampfadern. Die primären Krampfadern entstehen meist ohne erkennbare Ursache.

Hauptgrund ist vermutlich eine angeborene Bindegewebsschwäche, die zu einer Störung der Funktion der Venenklappen führt. Diese Schwäche zeigt sich oft innerhalb von Familien, was auf eine Vererbung schließen lässt. Durch die angeborene Bindegewebsschwäche können Betroffene bereits in jungen Jahren Krampfadern bekommen.

Neben der Bindegewebsschwäche können Krampfadern auch durch Bewegungs- mangel, Übergewicht, überwiegend stehend oder sitzende Tätigkeit oder eine Schwangerschaft entstehen. Ebenso können sich hormonelle Einflüsse, wie Östrogene (weibliche Geschlechtshormone), ungünstig auswirken All diese Faktoren begünstigen die Entstehung primärer Krampfadern.

Sekundäre Varikose
Bei sekundären Krampfadern liegt immer eine Vorerkrankung vor. Somit stellen die Krampfadern die Folgeerkrankung dar. Von sekundären Krampfadern spricht man, wenn das Blut, durch die tiefer liegenden Venen, nicht mehr uneingeschränkt fließen kann.

Diese sind durch ein Blutgerinnsel, Ablagerungen an der Gefäßwand oder ein Tumor im Bauchbereich verstopft. Dadurch sucht sich das Blut einen anderen Weg zum Herzen, durch die oberflächig unter der Haut liegenden Venen. Die Venen können der zusätzlichen Belastung durch die größere Blutmenge nicht standhalten. Es kommt zu einer Erweiterung der Venen, die Venenklappen werden undicht und das Blut staut sich.

Die Entstehungsursache ist im Gegensatz zu primären Krampfadern bekannt. Diese schweren Erkrankungen sind jedoch eher die Ausnahme und nicht die typischen Ursachen für Krampfadern. Außerdem häufen sich Venenveränderungen mit zunehmend wachsendem Lebensalter.



Symptome
Beim Krampfaderleiden handelt es sich um ein chronisches Krankheitsbild, das unbehandelt dazu neigt im Alter fortzuschreiten. Erste Symptome zeigen sich bereits in jungen Jahren. Besenreiser können dabei erste Anzeichen einer Venenschwäche sein. Krampfadern werden als bläulich, knotig verdickte Venen unter der Haut sichtbar. Ebenso sind ein Schwere-, Müdigkeit- oder Spannungsgefühl in den Beinen typisch, das jedoch bei Bewegung oder beim Hochlegen der Beine nachlässt. Diese treten meist nach langem Sitzen oder Stehen auf.

Daneben können im Anfangsstadium nächtliche Fuß- und Wadenkrämpfe auftreten. Im weiteren Verlauf treten bräunlichen Hautverfärbungen an den Beinen auf. Komplikationen mit Krampfadern führen zu einem brennenden oder stechenden Schmerz. Außerdem kann ein Juckreiz, sowie übermäßige Wärme im Bereich der Krampfadern auftreten.

Des weiteren wird die Haut bei älteren Menschen oft dünn und fängt bei kleinen Verletzungen leicht an zu bluten. Bei Frauen verschlimmern sich die Beschwerden vor allem während der Menstruation und der Schwangerschaft.

Zu den oben beschriebenen Beschwerden gesellen sich oftmals Schwellungen (Ödeme) in den Beinen. Meist sind diese an den Knöcheln sichtbar und nehmen gegen Abend zu. Die Schwellungen entstehen durch Flüssigkeitsansammlungen, wenn durch den erhöhten Druck in den Venen Blut ins umliegende Gewebe gepresst wird.

Je nach Ausdehnung der Krampfadern unterscheidet man 4 Schweregrade. Je weiter unten am Bein die Krampfadern reichen desto höher das Stadium.

Stadium I
Es bestehen keinerlei Beschwerden.

Stadium II
Juckreiz, müde und schwere Beine, leichte Schwellungen, nächtliche Wadenkrämpfe. Es bestehen keine Komplikationen

Stadium III
Es bilden sich Ödeme (Wasseransammlungen). Zuerst um die Knöchel, später aufsteigend auf weitere Teile des Unterschenkels. Des weiteren verändert sich die Haut.

Stadium IV
Es entstehen offene Geschwüre am Bein, die schlecht oder gar nicht mehr ausheilen



Diagnose
Bei Krampfadern zielt die Diagnose darauf ab, das Ausmaß der Krampfadern vollständig zu erkennen. Zunächst gibt eine körperliche Untersuchung Auskunft darüber, ob es sich um eine primäre oder eine sekundäre Varikose handelt. Außerdem untersucht er, ob tiefe Beinvenen betroffen sind und Begleiterkrankungen vorliegen. Gleichzeitig ist es wichtig, andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome zeigen. Beispielsweise können durch Flüssigkeitseinlagerungen bedingte Schwellungen in den Beinen auch Hinweise auf eine Herzschwäche oder gestörte Nierenfunktion sein.

Bei der körperlichen Untersuchung kennt man den:

Trendelenburg-Test
Der Test zeigt, ob eine Funktionsstörung der Klappen der oberflächlichen Venen oder der Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem vorliegt.

Pratt-Test
Der Pratt-Test gibt Hinweise darauf, ob eine Funktionsstörung der Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem vorliegt.

Perthes-Test
Beim Perthes-Test werden Hinweise auf das Vorliegen einer Abflussbehinderung des tiefen Venensystems gewonnen.

Neben der körperlichen Untersuchung können vor allem durch bildgebende Untersuchungen Informationen gewonnen werden. Dabei werden Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen durchgeführt. Diese Art der Röntgenuntersuchung nennt man auch Phlebographie.



Therapie
Eine Therapie sollte möglichst früh begonnen werden um eventuelle Spätfolgen zu vermeiden, denn durch eine jahrelange Belastung der Venen infolge der vermehren Blutmenge, kann dies zu dauerhaften Komplikationen führen. Die Wahl der Behandlung muss sich auch danach richten, ob primäre oder sekundäre Krampfadern vorliegen.

Man hat dabei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Nicht-medikamentöse Therapie
 
   
Konservative Therapie
Zur Linderung der Beschwerden durch
 
Körperliche Bewegung
Joggen, Fahrrad fahren und Schwimmen fördert die Wadenmuskulatur. Dadurch kann das Blut besser aus den Venen abfliesen.
Hochlagern der Beine
Kalte Wassergüsse zur Durchblutungsförderung
   
Kompressionstherapie
 
Stützstrümpfe
Leichte bis mittlere Beschwerden lassen sich damit behandeln. Dies mindert nur die Beschwerden, die Krampfadern bleiben erhalten. Stützstrümpfe üben einen dosierten Druck auf das Bein aus, der die geschwächten Venenwände unterstützt. So staut sich weniger Blut in den Venen, die Venenklappen schließen dichter und es bilden sich weniger Wasseransammlungen im Gewebe.
Beachte:
Stützstrümpfe nur liegend anziehen, denn stehend fließt zuviel Blut in die Venen.
Kompressionsverbände
Erhöhen den Druck im Gewebe. Dadurch werden Wasseransammlungen ausgeschwemmt. Somit werden die Venen dünner und die Venenklappen können wieder besser schließen.
Zinkleimverbände
Wird vor allem bei Thrombosen, offenen Beinen und Venenentzündungen eingesetzt. Sie sind weniger dehnbar als Kompressionsverbände und wirkt daher besser in die Tiefe.
   
Lasertherapie (Sklerosierung)
 
Dabei wird ein Mittel in die betroffene Vene gespritzt damit diese verklebt. Dadurch verschließt sich die Krampfader. Zunächst verhärtet die Vene und bildet sich im Laufe einiger Monate zurück. Letztendlich wird die zurückgebildete Vene vom Körper abgebaut. Dieses Verfahren ist auch besser bekannt als Verödung. Eine Lasertherapie wird meist bei Besenreisern oder Seitenastvarikose unter lokaler Betäubung durchgeführt. Diese Therapie sollte jedoch nicht bei Perforansvarikose und großen Krampfadern angewandt werden. Hierbei wäre das Risiko zu hoch, die Blutabflusswege in der Tiefe des Beines zu schädigen.
   
Medikamentöse Therapie
Mittel aus pflanzlichen Basis zur inneren und äußeren Anwendung.
   
Operation
Die Behandlung, die am ehesten dauerhaft von Krampfadern befreit, ist die Operation.
Meist wird sie bei der Perforans-, Stamm - und Seitenastvarikose angewandt. Dabei wird die erkrankte Vene vollständig oder teilweise entfernt. Die fehlende Krampfader stellt kein Problem dar, da im Bein viele Venen verlaufen. Eine Operation kann jedoch nur durchgeführt werden, wenn die tieferen Beinvenen durchgängig sind.

Es gibt unterschiedliche Operationsmethoden
 
Venenstripping
Die am häufigsten angewandte Operationsmethode. Dabei wird die gesamte Krampfader mit Hilfe einer Sonde entfernt.

Krossektomie
Die Unterbrechung der Verbindung zwischen der Vena saphena magna (große Beinvene) und der Oberschenkelvene oder zwischen der Vena saphena parva und der Unterschenkelvene wird als Krossektomie bezeichnet. Sie umfasst die Abtragung des Mündungsteils unter Abtrennung aller Seitenäste und die Unterbindung der Stammvenen an der Einmündung in das tiefe Venensystem. Dies Operationstechnik soll verhindern, dass nach der Operation neue Krampfadern entstehen.

Perforansligatur
Unterbindung der Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem durch einen kleinen Schnitt. Dabei wird die Krampfader entweder abgebunden und innerhalb von Monaten vom Körper abgebaut oder direkt herausgezogen.

Chiva-Methode
"CHIVA" ist die Abkürzung für die originale französische Bezeichnung der Methode und heißt auf deutsch "ambulante, venenerhaltende, Blutfluss korrigierende Behandlung von Krampfadern".
Gilt als schonende Operationsmethode, bei der allerdings noch keine Langzeitergebnisse vorliegen. Dabei werden kranke Venen mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung aufgespürt und über einen Hautschnitt gezielt abgebunden.
 
 
Wie Ihnen die hhp Massageliege bei Krampfadern (Varikosis) helfen kann, beschreibt der wissenschaftliche Beirat der Firma hhp in Ihrem persönlichen Angebot.
 
Angebot jetzt anfordern
 
© hhp Deutschland | Seite weiterempfehlen | Informationsmaterial anfordern »