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Entspannung
Heutzutage wird der Tagesablauf von negativem Stress (Distress) und Anspannung bestimmt. Dies ist sowohl im Berufsalltag als auch im Privatbereich zu beobachten. Zuviel Stress ist ungesund für den Organismus des Körpers. Jedoch ist Stress nicht messbar und wird von jedem Menschen anders empfunden.

Heutzutage verbindet man Stress immer mit Belastung. Aus diesem Grunde ist Stress der Auslöser vieler Krankheiten. Deshalb ist zur Förderung der Gesundheit ein ausreichender und regelmäßiger Wechsel zwischen Anspannungs- und Entspannungsphasen notwendig. Der regelmäßige Wechsel ist wichtig, da sich auch zu lange Entspannungsphasen ebenfalls schädigend auf den Organismus auswirken können. Dennoch ist Entspannung ein lebenswichtiges Prinzip.

Die körperliche und geistige Entspannung kann in sehr vielen Fällen und Situationen von Nöten sein, vor allem bei größeren Konfliktsituationen oder allgemeinem Stress im Alltag kann eine Phase der Entspannung Wunder wirken. Somit gilt, einfach mal abschalten und sich fallen lassen, wenn Stress und Hektik mal wieder überhand nehmen.

Entspannung kann in sehr vielen Fällen Wunder wirken

Entspannung kann in sehr vielen Fällen Wunder wirken


Typische Symptome
In stressigen Zeiten ist die Muskulatur des Menschen sehr angespannt. Dies führt zu den typischen Stresssymptomen wie Kopf-, Rücken- und Nackenschmerzen. Ebenso können Panikattacken, Herzrasen, Bluthochdruck und Atemnot auftreten.

Während der Entspannungsphase erfahren der Körper und die Psyche ein Gefühl der Ruhe, denn im gesamten Körper findet ein Wechsel zwischen erhöhter und verminderter Aktivität statt. Körper und Geist fühlen sich gelöst. Vor allem im Schlaf findet der Körper seine Erholung, da durch gesunden und ausreichenden Schlaf verbrauchte Energiereserven wieder aufgefüllt werden können.

Der dient dem Köper zur Runderneuerung. Dabei entspannen sich die verkrampften und angespannten Muskeln und die Atmung wird flacher, denn gerade an der Atmung des Menschen lässt sich der Zustand des vegetativen Nervensystems erkennen. Der Mensch reagiert in Zeiten der Erholung und Entspannung gelassener und dies führt zu einer positiveren Lebenseinstellung.



Therapie
Entspannung kann auf unterschiedlichste Weise erfolgen. Der eine erholt sich lieber mit Spazieren gehen an der frischen Luft während andere wiederum lieber alle „Viere“ von sich strecken. Somit entspannt der Mensch unterschiedlich nach seinen individuellen Bedürfnissen. Trotzdem gibt es eine Vielzahl von Entspannungsübungen, die in Kursen erlernt werden können. Diese werden oft von Krankenkassen oder Volkshochschulen angeboten. Die Kurse werden unter Anleitung von ausgebildeten Trainern, Psychologen oder Ärzten durchgeführt.

Bei den Methoden unterscheidet man zwischen tiefer und kurzer Entspannung. Die tiefe Entspannungsmethode soll eine langfristige und nachhaltige Wirkung erzielen. Diese Übungen finden meist im Liegen und in ruhiger Umgebung statt. Die kurze Entspannung wiederum zielt auf einen kurzfristigen Erfolg ab. Dabei soll eine durch eine Alttagssituation ausgelöste übermäßige Anspannung möglichst schnell gelöst werden.

Beispiele für tiefe und kurze Entspannungstechniken:

Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
Auch bekannt als Tiefenmuskelentspannungstraining. Dabei bewirkt eine Entspannung einzelner Muskelpartien die Aktivierung des Parasympathikus. Der Parasympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems. Er regt hauptsächlich Körperfunktionen an, die der Regeneration des Organismus dienen.

Somit ist er für die Senkung des Blutdrucks, die Abnahme der Herzschlagfrequenz, die Entspannung der Muskulatur und für eine tiefe und langsame Atmung zuständig. Er wird auch als Erholungsnerv bezeichnet. Der nutzen dieser Entspannungsmethode ist bei Beschwerden, wie Ängste, Bluthochdruck und Migräne nachweisbar.

Autogenes Training (Selbstentspannungsmethode)
Ist eine Art der Selbsthypnose. Mithilfe des autogenen Trainings kann Ruhe und Entspannung herbeigeführt werden. Das autogene Training kann bei Nervosität, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen oder Bluthochdruck eingesetzt werden. Außerdem findet es häufig Anwendung im Bereich der Psychotherapie.

Beim autogenen Training unterscheidet man zwei Stufen:

 
Unterstufe
Dient in erster Linie der Entspannung. Je öfter geübt wird, desto besser die Wirkung, denn die Muskelspannung wird gemindert, Herz- und Atemfrequenz herabgesetzt, Blutgefäße erweitert (steigert die Durchblutung) und die Darmtätigkeit angeregt.

Sie besteht aus 6 Übungseinheiten:

 
Schwereübung zur Entspannung der Muskulatur
Wärmeübung zur Steigerung der Durchblutung der Gliedmaße
Herzübung zur Konzentration auf den Herzschlag
Atemübungen zur Vertiefung der Entspannung
Bauch- und Sonnengeflechtsübungen zur Stärkung der Durchblutung des Bauchbereichs
Stirnkühleübung zur Regulierung der Durchblutung im Kopfbereich

Oberstufe
In der Oberstufe geht es um Selbsterkenntnis und Charakterbildung. Voraussetzung zur Durchführung der Entspannungsübungen der Oberstufe ist die Beherrschung der Unterstufe.

Meditation
Die Meditation ist eine spirituelle Praxis, die von vielen Religionen im Laufe der Jahrhunderte ausgeübt wurden. Unter Meditation versteht man eine gezielte Änderung des Bewusstseins. Durch gezielte Konzentrationsübungen sollen Körper und Geist zur Ruhe gebracht werden. Meditation kann sowohl passiv als auch aktiv durchgeführt werden.

Die passive Form wird im Sitzen und in Stille ausgeführt während bei der aktiven Meditation die meditierende Person noch bestimmte Übungen durchführen muss. Meditation findet häufig Anwendung bei der Stressbewältigung. Doch nicht nur bei psychischen sondern auch bei körperlichen Beschwerden kann Meditation hilfreich sein.

Es wird bei Bluthochdruck empfohlen und hilft bei der Linderung chronischer Schmerzen. Außerdem hilft sie bei Angststörungen, Fibromyalgie, Asthmabeschwerden und Schlafstörungen und zur Vorbeugung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels aufgrund verengter Herzkranzgefäße.

Die bekanntesten Arten der Meditation sind:

 
Yoga
Tantra
Zen-Buddhismus
Kampfkunst


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