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Burnout-Syndrom

Immer müde, schnelle Wutausbrüche, einfache Arbeiten fallen schwer - das sind Zeichen für das Burnout-Syndrom. Unter einem Burnout-Syndrom versteht man einen Zustand totaler körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung sowie verringerter Leistungsfähigkeit. Dies trifft auf eine Vielzahl von Menschen in der Bundesrepublik Deutschland zu. Burnout bedeutet Verlust der Lebensfreude. Besonders häufig sind leistungsfähige und ziel orientierte Menschen betroffen, die in sozialen und pädagogischen Berufen (z.B. Pflegekräfte, Lehrer; Erzieher usw.), sowie in leitenden Positionen eines Unternehmens beschäftigt sind. Prinzipiell kann jedoch jeder am Burnout-Syndrom erkranken, denn nicht selten erkranken auch immer mehr Menschen, die starken familiären Belastungen ausgesetzt sind.

Bei Burnout-Patienten kommt es durch die anhaltende Erschöpfung zu einer verminderten Leistungsfähigkeit und zu körperlichen Beschwerden wie z.B. Kopfschmerzen und Schlafstörungen. In dieser Phase versuchen die Betroffenen häufig ihre Beschwerden mit Medikamenten zu bekämpfen. Auch wird Schmerz-, Aufputsch-, Schlaf- und Beruhigungsmitteln gegriffen. Ebenso steigt der Konsum von Alkohol, Nikotin oder Kaffee.  Dabei ist eine Abhängigkeitsgefahr gegeben. Ohne ärztliche Hilfe und Betreuung kann das Burnout-Syndrom sogar zu schweren Depressionen oder zur Drogenabhängigkeit führen.

Burnout-Syndrom

Burnout-Syndrom


Ursachen
Die genauen Ursachen für das Burnout-Syndrom sind bis heute noch nicht geklärt. Mögliche Ursache kann sein, dass der Körper nicht mehr genügend Zeit erhält um sich zu erholen. Dadurch müssen ständig zusätzliche  Kraftreserven aufgebracht werden. Aber auch Faktoren, die von Außen auf die Betroffenen einwirken können eine Rolle spielen. Dies sind insbesondere zunehmender Zeit- und Leistungsdruck, hoher Arbeitsaufwand, Überforderung und Mobbing sein.

Symptome
Beim Burnout-Syndrom gibt es keine typischen Symptome, da kein einheitliches Krankheitsbild existiert. Vielmehr gibt es eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Symptomen, die sich nicht plötzlich, sondern über einen längeren Zeitraum entwickeln. In der Regel durchläuft der Betroffene drei Phasen.

Phase 1
Anfänglich ist der Betroffene übereifrig und motiviert. Er sprüht vor Ideen, leistet freiwillige Mehrarbeit und ist aktiv. Im Laufe der Zeit wechseln sich jedoch Überaktivität und Erschöpfung ab.

Phase 2
Typisch für die zweite Phase des Burnout-Syndroms ist das emotionale Abstumpfen und das sich Zurückziehen. Man kapselt sich zunehmend von seiner Umwelt ab und lebt nur noch für seine Aufgabe, die einen rund um die Uhr beschäftigt. Dies ist  Die Grenze zwischen Beruf und Privatleben ist oft nicht mehr vorhanden. Ein Abschalten in der Freizeit nicht mehr möglich und ebenso werden Familie und Freunde vernachlässigt.
Burout in Phase 3

Phase 3
Die ständigen Anspannungen gehen an die Reserven und irgendwann ist der Körper müde und ausgebrannt. Deshalb gehen in der dritten Phase die Leistungen stark zurück. Dadurch befindet sich der Betroffenen in einem Kreislauf, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Dieser Zyklus dauert mindestens mehr als 6 Monate an. Schließlich kommt es zu körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Magen-Darm-Problemen, Herzklopfen oder Anzeichen einer Depression. Für die körperlichen Beschwerden gibt es beim Burnout-Syndrom jedoch keine organischen Ursachen, sie entstehen psychosomatisch.

Neben diesen körperlichen Beschwerden treten auch psychische Beschwerden, wie sinkendes Selbstvertrauen, erhöhte Stressanfälligkeit, sinkende Zufriedenheit auf. Ebenso treten erste Anzeichen einer Depression, wie z.B. Freudlosigkeit oder Interessenverlust auf.



Diagnose
Für eine Diagnose werden daher bei körperlichen Beschwerden zuerst mögliche körperliche Ursachen ausgeschlossen. Mögliche Ausschlussdiagnosen können Fibromyalgie, Chronisches Müdigkeitssyndrom, Angststörungen, Schlafstörungen und Schilddrüsenunterfunktion sein.
Können körperliche Ursachen ausgeschlossen werden findet eine Überweisung zum Psychologen statt.

Therapie
Gegen das Burnout-Syndrom gibt es keine einheitliche Therapie. Sie richtet sich vielmehr nach den individuellen Diagnosen. Es gilt je früher desto besser für den Betroffenen. Ausschlaggebend für einen Therapieerfolg ist jedoch, dass man sich selbst eingesteht am Burnout-Syndrom zu leiden und akzeptiert, dass die dadurch auftretenden Probleme behandlungsbedürftig sind. Neben den Sitzungen bei einem Psychologen können auch Yoga, Meditation und autogenes Training hilfreich sein.


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