Bei der Arthrose handelt sich um
Verschleißerscheinungen an den Gelenken, die allmählich zutage treten.
Der Begriff Gelenkverschleiß setzt sich aus dem altgriechischen Wort für Gelenk und dem lateinischen Wort „deformare“ (verstümmeln) zusammen.
Arthrose ist die am häufigsten auftretende Gelenkerkrankung weltweit. Fast alle Menschen werden in ihrem Leben mehr oder weniger stark von Arthrose betroffen. Laut einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes leidet etwa jeder 10. bis 20. deutsche Bürger zwischen 50 und 60 Jahren unter Gelenkschmerzen in den Knien und Hüften. Ältere Menschen sind noch häufiger betroffen.
Man versteht darunter einen Gelenkschaden, der häufig durch Fehlbelastungen verursacht ist.
Die Ursachen
Ursächlich hierfür sind Verletzungen (z.B. Meniskusschäden, Kreuzbandverletzungen, Knochenbrüche), Operationen, ein Übermaß an langjähriger Überlastung (erhöhtes Körpergewicht, harte körperliche Arbeit oder Leistungssport), Stoffwechsel- erkrankungen, angeborene Knorpeldefekte oder traumatisch bedingte Ursachen, wie Fehlstellungen der Gelenke, oder auch knöcherner Deformierung durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose.
Die Arthrose entsteht durch ein Missverhältnis von Belastung und Belastbarkeit des Gelenkknorpel, wodurch sich dieser zurückbildet.
Erste Anzeichen
Erste Anzeichen können Spannungsgefühle und Steifigkeit in den Gelenken, sowie Wetterfühligkeit sein. Man verspürt sogenannte Anlaufschmerzen. Meist treten zu Beginn stoßartiger Bewegungen (z.B. Bergsteigen) heftige Schmerzen an den betroffenen Gelenken auf, die mit der Zeit nachlassen. Fließende Bewegungen (z.B. Radfahren) sind anfangs häufig noch schmerzfrei zu ertragen. Jedoch verstärken sich mit zunehmender Abnutzung auch die Beschwerden. Nun verspürt man auch Schmerzen in Ruhezeiten und im Schlaf. Dabei wechseln sich mehr und weniger schmerzintensive Phasen ab.
Gelenkverschleiß
Die Abnutzungserscheinungen bei Arthrose können sehr schmerzhaft sein. Dabei werden die Knochen beiderseits des belasteten Knorpels oft dicker, aber auch steifer, und der Verschleiß wird sichtbar. Die Arthrose beginnt mit einem Abbau des Gelenkknorpel. Im Anschluss kommt es zu Umbauprozessen im angrenzenden Knochen, aufgrund derer die Gelenkfläche zerstört wird. Folgen dieses Gelenkverschleißes sind Schmerzen und Steifigkeit des betroffenen Gelenks und zunehmende Verformung. Im Endstadium der Arthrose kann das Gelenk vollständig verknöchern.
Da Arthrose nicht heilbar ist, kann durch geeignete Maßnahmen ein Fortschreiten der Krankheit verlangsamt werden und die Beschwerden gelindert werden. In schweren Fällen muss das Gelenk durch ein Kunstgelenk (Endoprothese) ersetzt werden.
Diagnose
Veränderungen der Knochen und der Grad der Abnutzung lässt sich am besten durch eine Röntgenuntersuchung diagnostizieren. Allerdings ist das Ausmaß der im Röntgenbild sichtbaren Veränderungen nicht immer identisch mit den empfundenen Schmerzen.
Da Arthrose nicht heilbar ist kann durch geeignete
Behandlungsmethoden nur versucht werden das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.
Dies kann erreicht werden durch:
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Konservative Therapie |
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Ausführliche Beratungen |
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Medikamente zur Schmerzlinderung |
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Physikalische Therapie |
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Wärmebehandlung (nicht im akuten Stadium) |
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Kältebehandlung (im akuten Stadium) |
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Massagen |
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Wasser- und Bädertherapie |
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Krankengymnastik |
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Orthopädische Therapie |
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Keilkissen; Sitzerhöhungen |
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Bandagen |
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Operative Therapie |
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Arthroskopie (Kniegelenkspiegelung) |
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Zum Auswaschen des Gelenks |
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Osteotomie |
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Durchtrennen von Knochen um mögliche Fehlstellungen, die zu Arthrose führen auszugleichen |
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Gelenkersatz |
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Arthodese |
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Arthrose ist bereits so stark fortgeschritten, dass man eine Gelenkversteifung durchführt um eine schmerzfreie Belastung zu ermöglichen, zu Lasten der Bewegungsfreiheit |
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Das gesunde Gelenk
Bei jungen Menschen ist der Knorpel noch eine feste elastische Schicht, die als Polster und Stoßfänger zwischen den Knochen fungieren. Mitte 20 setzt bereits der Alterungsprozess ein. Die Knorpel büßen ganz allmählich ihre Elastizität ein. Mit Erreichen des 50. oder 60.Lebensjahres hat sich die Knorpelmasse bereits vermindert.
Abb. 1. : Funktionsfähiges Gelenk
Das Gelenk mit Arthrose
Bei der Arthrose (Gelenkverschleiß) nutzt sich die Knorpelschicht des Gelenks nach und nach ab. Der Verschleiß kann an allen Gelenken auftreten. Am häufigsten sind jedoch die Wirbelsäule, Hüft--, Knie-, Hand- oder Fußgelenke von betroffen, also die Gelenke, die von uns im Alltag am stärksten strapaziert werden. Der Gelenkverschleiß zieht mit der Zeit auch Knochen, Muskeln, Gelenkkapsel und Bänder in Mitleidenschaft.
Abb. 2. : Gelenk mit Verschleißerscheinungen
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